Claudia
Märzendorfer

Kaltwäsche

Bildhauerei ist für C. M. von Beginn an eine in Fluss gesetzte Herausforderung zwischen der ikonisierten Moderne und der des Widerstandes vor dem, des finalisierten Werkes, gesetzten Erwartungen. Ihren Arbeiten bleibt das organisierte Verwirrspiel verdauerter Gegenwart mit dem Bild des vergänglichen Schönen, dem Warenwert des künstlerischen Produktes fern. Reflexibles Aufzeigen verlorener Ursprünglichkeit – verbunden der Sehnsucht des vorausschauenden Teilnehmers seiner eigenen Gegenwart entsetzt die Künstlerin den Betrachter ihrer Arbeit aus rationalen Räumen in seine künstlerischen Befindlichkeiten.

Einzig im Moment der Sichtbarmachung kodierter Wirklichkeit behaupteten die Ordnungsbilder ihrer Erfinderin den Status des handelnden Ich.“ Alles kann ein Bild von Allem sein.“

Ludwig Wittgenstein, zumindest für den kurzen Moment, den freigesetzten Phantomen lustvoll zu folgen.

Werner Würtinger.