About

Claudia Märzendorfer

* 1969 in Wien, lebt in Wien und arbeitet in den Bildhauergebäuden des Bundes Praterateliers.

Claudia Märzendorfer studierte in den 1990er-Jahren bei Bruno Gironcoli an der Akademie der bildenden Künste Wien. Die Künstlerin sieht die Welt als Material und versteht die Bildhauerei als poetischen, erweiterten Formbegriff. Sie arbeitet mit Installationen, Film als Skulptur, Fotografie, Zeichnung, Klang und Texte (Prosa konkreter Poesie und zwei fragmentarischen Bühnenwerken). Ihre Arbeiten verfolgen eine konzeptuelle Strenge und werden häufig in schlichtem Schwarz und Weiß ausgeführt.

Claudia Märzendorfer arbeitet mit analogen Techniken im Digitalzeitalter, Archiven und macht ortsspezifische Installationen sowie temporäre Skulpturen oftmals in Verbindung zur Akustik. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Performances und Einzelpräsentationen zu sehen, dabei zuletzt im Kunsthaus Mürz (2020), MQ ART BOX (2020), Garage Kunsthaus Wien (2019), OK Linz (2019), beim Festival Wien Modern (2018) mit der Leihgabe Mushroom Book des John Cage Trust (New York), Singuhr Hörprojekte Berlin (2018), KM-H Graz (2017), MSU Maribor (2016). 2019 war die Künstlerin Artist in Residence im Zentrum europäischer Künste Hellerau (D).

2017 erhielt sie den Gerhard und Birgit Gmoser Preis der Jury der Wiener Secession.
2014 bekam sie den Outstanding Artist Award in der Sparte bildende Kunst des Bundeskanzleramtes Österreich verliehen. 2010 erhielt sie das Staatsstipendium für bildende Kunst.

Mit der Arbeit Frozen Records wurde sie 2006 als Artist in Residence ins Tesla am Podewil’schen Palais eingeladen. 2012 entwickelte die Künstlerin das Werk Musictypewriter mit der Unterstützung des Arnold Schönberg Archivs aus dem Patentakt Schönbergs zu meine Notenschreibmaschine. 2018 (smashed to pieces) und 2019 (still oft he night) entstanden Filme in Anlehnung an die Praxis der Live-Acts der Kulturgeschichte der Instrumentenzerstörungen im 20. Jahrhundert. In ihrer Praxis befasst sich Claudia Märzendorfer mit ephemeren Plastiken und Installationen. Zeit und Musik versteht sie dabei als einzig neutrale Währungen.